Plasma entfernen – unspezifisch und grob

Bereits im Mittelalter wurden Menschen zur Ader gelassen, wenn die Ursache der Erkrankung im Blut der Patienten vermutet wurde. Der Plasmaaustausch ist bei Erkrankungen etabliert, bei denen krankmachende, häufig nicht genau bekannte Plasmasubstanzen schnell entfernt werden müssen. Da die Methode sehr unspezifisch das gesamte Plasma entfernt, müssen die wichtigen Substanzen und Plasmaproteine über Ersatzlösungen dem Patienten wieder zugeführt werden.

Wann ist ein Plasmaaustausch sinnvoll?

Der Plasmaaustausch ist häufig eine Ultima–Ratio–Therapie. Er wird immer dann eingesetzt, wenn Ärzte Pathogene im Plasma vermuten, sie diese aber nicht genau kennen. Bekannte Autoantikörper, Lebertoxine oder Lipoproteine, die im Einzelfall auch erst in hoher Konzentration pathogen wirken, werden hingegen mehr und mehr mit selektiven Verfahren entfernt.

Wie funktioniert die Methode?

Die Trennung der Blutzellen vom Plasma erfolgt im Plasmaseparator Plasmaflo. Im Anschluss erhält der Patient eine Ersatzlösung zusammen mit den zuvor abgetrennten Blutzellen zurück. Das eigene Plasma wird verworfen.
Als Ersatzflüssigkeiten kommen häufig Albumin–haltige Lösungen oder Fresh Frozen Plasma (FFP) zum Einsatz. Nebenwirkungen sind beim Plasmaaustausch häufiger als beispielsweise bei der Tryptophan–Immunadsorption. Das Risiko einer Hepatitis E–Übertragung durch Ersatzlösungen ist nicht gänzlich ausgeschlossen und sollte bei stark immunsupprimierten Patienten beachtet werden.

Für den Plasmaaustausch stehen Plasmaseparatoren der Plasmaflo OP–Serie mit unterschiedlichen Oberflächen zur Verfügung:

  • 0,8 m² für kräftige Patienten
  • 0,5 m² für die klinische Routine
  • 0,2 m² für die kleinsten Patienten

Was ist das Besondere an der Plasmaflo OP–Serie?

Aufgrund der überlegenen Membrantechnologie sind Plasmaflüsse bis zu 33% des extrakorporalen Blutflusses möglich. Natürlich ist Plasmaflo OP durch seine besondere Polyethylen–Membran biokompatibel und ETO–frei.

Mit dem Multifunktionsgerät Plasauto SIGMA können selbst Kleinkinder erfolgreich behandelt werden. Sowohl Heparin– als auch Citrat–Antikoagulation sind möglich. Das patentierte Bilanzierungssystem ist hochgenau und ermöglicht auch beim Einsatz von FFP eine nahezu alarmfreie Therapie.

Was ist das Besondere an der Plasmaflo OP–Serie?

Besteht die Möglichkeit, selektive Verfahren wie Lipidfiltration, Immunadsorption oder Doppelfiltrations–Plasmapherese (DFPP) einzusetzen, wird diese Option häufig bevorzugt. Die Verträglichkeit ist deutlich besser und wichtige körpereigene Proteine wie Gerinnungsfaktoren und Hormone bleiben erhalten.

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