Mikrozirkulationsstörungen

Bei Störungen der Mikrozirkulation ist der Blutfluss in den kleinsten Gefäßen beeinträchtigt. Die daraus resultierende unzureichende Versorgung mit Nährstoffen und Sauerstoff führt schließlich zu Erkrankungen des betroffenen Gewebes. Die Rheopherese® ist eine Plasmatherapie, die speziell zur Behandlung von Störungen der Mikrozirkulation entwickelt wurde. Mit der Rheopherese werden gezielt ausgewählte Substanzen aus der Blutflüssigkeit (Plasma) des Patienten entfernt und die Mikrozirkulation dadurch verbessert.

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Rheopherese - Reinigung des Blutes zur Verbesserung der Mikrozirkulation

Die Rheopherese zur Behandlung der trockenen altersabhängigen Makuladegeneration (AMD)

Mit der Rheopherese können gezielt Störungen der Mikrozirkulation in der Netzhaut behandelt werden. Bei diesen Störungen werden die Sinneszellen im Auge nicht ausreichend mit Blut versorgt, mit dem Ergebnis, dass die Sauerstoffversorgung der Zellen sowie der Abtransport von Stoffwechsel-Abbauprodukten stark beeinträchtigt sind. Die Folge: Die Sehleistung nimmt ab.

Ziel der Rheopherese ist es, die Sehkraft wieder zu erhöhen bzw. über einen längeren Zeitraum zu stabilisieren. Ein Behandlungszyklus erstreckt sich dabei über zehn Wochen und besteht aus insgesamt acht Behandlungen. Die Rheopherese wird dabei ambulant durchgeführt und dauert etwa zwei bis drei Stunden je Therapie.

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Rheopherese mit dem Plasmaseparator Plasmaflo und dem Rheofilter

Rheopherese zur Behandlung des Hörsturzes

Bei einem akuten Hörverlust oder Hörsturz ist die Funktion des Innenohres meist einseitig gestört. Patienten empfinden eine starke Hörminderung oder Schwerhörigkeit im betroffenen Ohr. Eine einzelne Ursache für den Hörsturz ist nicht bekannt, Auslöser können z.B. eine Infektion oder Durchblutungsstörungen sein. Eine Rolle spielt dabei auch die Störung der Mikrozirkulation im Innenohr.

Mit der Rheopherese können Störungen der Mikrozirkulation im Innenohr behandelt werden. Durch die gezielte Entfernung bestimmter Bluteiweiße wird die Fließeigenschaft des Blutes pulsartig verbessert. Die kleinsten Gefäße können wieder besser durchblutet werden. Die Rheopherese hat sich insbesondere bei wiederholtem Hörsturz, falls eine Behandlung mit Kortison oder eine Infusionstherapie nicht helfen, als wirksame Alternative erwiesen. Sie wird ambulant in Apheresezentren oder Krankenhäusern durchgeführt.

Weitere Erkrankungen, die mit der Rheopherese behandelt werden

Monoklonale Gammopathien sind Veränderungen der Proteine des Blutplasmas. Charakteristisch ist eine krankhafte Vermehrung eines einzelnen Immunglobulins, die zu schweren arteriellen und venösen Durchblutungsstörungen führen kann. Beispiele sind das IgM-Plasmozytom und die Kryoglobulinämie. Eine Variante der Rheopherese wird zur Akuttherapie dieser Erkrankungen in Krankenhäusern und Unikliniken eingesetzt.

Weitere Informationen zur Rheopherese

Wir empfehlen Ihnen grundsätzlich, Rücksprache mit Ihrem behandelnden Arzt zu halten.

Zum besseren Verständnis von weiteren Fachbegriffen besuchen Sie gerne auch unser Glossar.

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