Wann kommt die akute Nierenersatztherapie zum Einsatz?

Bei akuter Nierenschädigung und einhergehender Verschlechterung der Nierenfunktion, beispielsweise nach Unfällen, schweren Operationen oder bei Multiorganversagen, ist häufig eine kontinuierliche Nierenersatztherapie an sieben Tagen pro Woche jeweils über 24 Stunden notwendig.

Wie funktioniert das Verfahren?

Über einen zentralvenösen Katheter wird das Blut kontinuierlich außerhalb (extrakorporal) des Körpers durch den Spezialfilter geleitet. Um dies zu ermöglichen, muss die natürliche Gerinnungsfunktion des Blutes übergangsweise gehemmt werden.

In der praktischen Anwendung hat sich mittlerweile Citrat als regionaler Gerinnungshemmer gegenüber der systemischen Antikoagulation mit Heparin bewährt und wird entsprechend empfohlen [KDIGO, 2012]. Citrat wirkt ausschließlich im extrakorporalen Blutkreislauf und beeinflusst die Blutungssituation im Patienten kaum. Es ist daher für blutungsgefährdete Patienten ideal. Drei kontinuierliche veno–venöse Verfahren sind im Einsatz. Die beiden wesentlichen Verfahren werden im Folgenden kurz beschrieben.

Hämofiltration

Bei der kontinuierlichen Hämofiltration (kontinuierliche venovenöse Hämofiltration, engl. CVVH) wird über eine semipermeable Membran mittels Konvektion ein Ultrafiltrat aus dem Blut filtriert. Dieses wird ganz oder teilweise durch eine geeignete Substitutionslösung ersetzt. Der Vorteil: Cytokine und Interleukine bis 25 kDa können stärker als bei der Hämodialyse entfernt werden. Die Niere funktioniert ähnlich: Sie hämofiltriert ebenfalls, Treiber der Konvektion ist der Blutdruck. Die kontinuierliche Hämofiltration kommt der menschlichen Niere damit am nächsten. Sie wird in Kliniken über DRG–Zusatzentgelte bundesweit am Höchsten erstattet.

Hämodialyse

Während der kontinuierlichen Hämodialyse (kontinuierliche venovenöse Hämodialyse, engl. CVVHD) treten die zu entfernenden Substanzen mittels Diffusion über eine semipermeable Membran in ein außerhalb der Membran fließendes Dialysat über. Der Patient erhält keine Ersatzlösung.

Für beiden Verfahren (CVVH/CVVHD) liegen sichere und gut publizierte Citrat–Protokolle zur automatisierten Anwendung der regionalen Gerinnungshemmung mit Citrat vor.

Was sind die Vorteile?

Komplexe Arbeitsabläufe im klinischen Alltag sowie fortwährender Mangel an Pflegekräften sorgen für eine hohe Arbeitsverdichtung auf den Intensivstationen. In dieses Spannungsfeld muss sich der extrakorporale Nierenersatz als Akuttherapie eingliedern. Mit der Plasauto SIGMA, dem Marktführer in Japan, ist das hervorragend gelungen. Lassen Sie sich Arbeit abnehmen und überzeugen Sie sich von der Vielseitigkeit dieses Gerätes für den akuten Nierenersatz auf Intensivstationen.

Was sind die Vorteile?

Besondere Merkmale beim akuten Nierenersatz mit Plasauto SIGMA:

  • schnelles Erlernen durch geführten Aufbau mit Assistenzgrafiken
  • alle Verfahren der akuten Nierenersatztherapie: CVVH Prä–/Postdilution, CVVHD, CVVHDF Prä–/Postdilution, SCUF
  • ein CRRT–Therapieset für alle Verfahren des akuten Nierenersatzes; flexibler Wechsel zwischen den Verfahren, auch während der Therapie
  • freie Wahl zwischen Heparin– und Citrat–Antikoagulation
  • eine spezielle pädiatrische Therapiekassette mit besonders kleinem Füllvolumen (nur 47ml): höchste Sicherheit auch für die kleinsten Patienten; keine Gewichtsbeschränkung
  • innovative Bilanzierung mit Kammersystem ohne Beutelwaage:
    • freie und stoßunempfindliche Aufhängung der Behandlungslösungen
    • verhindert Alarme, reduziert Aktionen am Gerät
    • kein Entleeren und Entsorgen von Auffangbeuteln nötig (Kosten– und Zeitersparnis)
  • automatisches Wiederanlaufen der Blutpumpe nach arteriellem Alarm
  • hohe Zuverlässigkeit
  • lange Behandlungszeiten von bis zu 72 Stunden

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