Lipidfiltration – Deutschlandweit etabliert

In mehr als 150 Zentren in Deutschland führen Ärzte die Lipid–Apherese regelmäßig durch. Nephrologen – häufig mit der Zusatzbezeichnung Lipidologe DGFF – bieten in ihren Dialysezentren diese spezielle und selektive Behandlung an. Als Spezialisten für die extrakorporale Blutreinigung verfügen diese Mediziner über sehr viel Erfahrung und Fachkompetenz. Im Rahmen der ambulanten Versorgung wird die Lipid–Apherese auf besonderen Antrag von den Krankenkassen geregelt erstattet.

Wann ist eine Lipid–Apherese sinnvoll?

LDL–Cholesterin und Lipoprotein(a) können – genetisch bedingt – stark erhöht sein. In der Folge drohen arteriosklerotische Plaques, die bei einer Ruptur letztendlich zu Herzinfarkten und Schlaganfällen führen können. Für LDL–Cholesterin kann eine strenge Diät verbunden mit Medikamenten bei heterozygoten Patienten mit familiärer Hypercholesterinämie zu einer deutlichen Senkung der Blutwerte führen. Diese ist jedoch, abhängig vom Risikoprofil des Patienten, nicht immer ausreichend.
Bei homozygoten Patienten wirken Medikamente häufig nicht oder nur unzureichend. Die LDL–Cholesterin–Werte bleiben somit stark erhöht.

Während für die Senkung des LDL-Cholesterins viele verschiedene Medikamente wirksam und zugelassen sind, gibt es zur Reduktion des Lipoprotein(a) bis heute kein zugelassenes Arzneimittel. – Eine Diät oder Lebensstiländerung beeinflussen die Konzentration im Blut nicht.

Schreitet eine Arteriosklerose voran und sind die Werte trotz maximaler Therapie erhöht, ist die Lipid–Apherese indiziert. Wöchentliche Behandlungen können die Blutfette deutlich senken.

Was sind LDL–Cholesterin und Lipoprotein(a)?

LDL-Cholesterin ist der Transporter für das Cholesterin in die Organe. Beim Überangebot von LDL–Cholesterin kommt es zu gefährlichen Ablagerungen in der Gefäßwand. Lipoprotein(a) wird auch als „heimtückisches Cholesterin“ bezeichnet: Es besitzt den gleichen schädlichen Effekt wie LDL–Cholesterin, verursacht aber zusätzlich thrombotische Ereignisse.

Die Abbildung unten zeigt die molekulare Darstellung von LDL–Cholesterin und Lipoprotein(a). Das Lipoprotein(a) ist durch das Apolipoprotein(a) gekennzeichnet (Apo (a)). Ein Teil des Apo(a) ähnelt dem Plasminogen und wirkt proatherogen, proinflammatorisch und prothrombotisch.

Wie funktioniert die Lipidfiltration?

Die Lipidfitration von DIAMED ist seit mehr als 30 Jahren wissenschaftlich gut dokumentiert. Mediziner, insbesondere Spezialisten der extrakorporalen Blutreinigung, setzen sie im klinischen Alltag vielfach ein. Häufig über periphere Punktion, seltener über einen Shunt, wird das Blut entnommen und im Plasmaseparator Plasmaflo in eine zellreiche und eine Plasma–Fraktion aufgetrennt. Anschließend erfolgt eine Filtration des Plasmas in einem zweiten Filter, dem Lipidfilter. LDL–Cholesterin und Lipoprotein(a), aber auch Fibrinogen und Triglyzeride, werden gezielt zurückgehalten. Das gereinigte Plasma wird mit der zellreichen Blutfraktion vereinigt und dem Patienten zurückgegeben.

Kardiovaskuläre Ereignisrate (MACE)

Für die Lipidfiltration waren die Fallzahlen groß genug, um eine signifikante Senkung der Ereignisse zu demonstrieren (n = 101 Patienten). Die mittlere Rate kardiovaskulärer Ereignisse sank durch die Lipidfiltration hoch signifikant (p < 0,0001).

Röseler E. et al., 2016
Zerebrovaskuläre und periphervaskuläre Ereignisse

Zerebrovaskuläre und periphervaskuläre Ereignisse

Die Zahl zerebrovaskulärer Ereignisse pro Jahr sank von 10 auf 1. Periphervaskuläre Ereignisse, vor allem Bypässe und Stents der unteren Extremitäten, wurden um 80% reduziert (n = 166 Patienten).

Welche Vorteile bietet die Lipidfiltration?

  • einfache und schnelle Behandlung

  • Absenkung von LDL–Cholesterin und Lipoprotein(a) um 75%

  • Fibrinogen und Triglyceride werden ebenfalls effektiv gesenkt

  • gute Verträglichkeit

Hohe Absenkraten

Die Lipidfiltration entfernt 60 bis 75% des LDL–Cholesterins und Lipoprotein(a) sowie effektiv Fibrinogen und Triglyceride.

Julius U. et al., 2007

Wie wirksam ist die Lipidfiltration?

Die klinische Wirksamkeit der Lipidfiltration zur Entfernung von Lipoprotein(a) wurde in einer der weltweit größten Studien zur Lipid–Apherese bei 170 Patienten untersucht. Die Ergebnisse wurden 2013 in der Fachzeitschrift „Circulation“ publiziert. Das Ergebnis: Es traten 77% weniger kardiovaskuläre (MACE Rate) und 90% weniger zerebrovaskuläre Ereignisse auf.

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