Doppelfiltration: selektiv, schonend - gezielt!

Die Doppelfiltrations-Plasmapherese (DFPP) entfernt schnell und gezielt hochmolekulare Plasmaproteine, wenn diese stark erhöht sind und pathogen wirken. Nach der Plasmaseparation werden im Sekundärfilter, dem Rheofilter® ER-4000, gezielt Triglyzeride, Immunglobulin M, Fibrinogen, LDL-Cholesterin und weitere hochmolekulare Proteine zurückgehalten. Der Patient erhält ausschließlich sein eigenes ,,gereinigtes“ Blut zurück. Im Gegensatz zum Plasmaaustausch, bei dem das gesamte Plasma verworfen und Fremdeiweiß substituiert wird, ist die DFPP somit selektiver und besser verträglich.

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Doppelfiltrations-Plasmapherese (DFPP) mit dem Rheofilter ER-4000

Durch die DFPP wird die Durchblutung peripherer Bereiche des Körpers und damit deren Sauerstoffversorgung deutlich verbessert. Der Sauerstoffpartialdruck, gemessen an den Füßen, wird signifikant gesteigert. Neben der Entfernung hochmolekularer Plasmaproteine ist die Verbesserung der Fließeigenschaften des Blutes ein zusätzlicher und erwünschter Therapieeffekt.

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Störungen der Mikrozirkulation sind häufig assoziiert mit erhöhten Konzentrationen von Triglyzeriden, LDL-Cholesterin oder hochmolekularen Plasmaproteinen wie Immunglobulin M oder Fibrinogen. Bereits wenige Doppelfiltrationen reichen meist, um die Triglyzeride schnell und nachhaltig abzusenken.
Lebensbedrohliche Pankreatitiden gehören bei akuten, aber auch bei chronischen, schweren Hypertriglyzeridämien mit Werten von 3.000 bis >5.000 mg/dl (34-57 mmol/l) zu den klinischen Herausforderungen.

    Doppelfiltration - Auswahl Indikationen
 
  • Hypertriglyzeridämie (z.B. bei Pankreatitis)
  • Hyperviskositätssyndrom
  • Morbus Waldenström
  • Kryoglobulinämie
  • Morbus Refsum
  • Sklerodermie
  • Diabetisches Fußsyndrom
  • Hörsturz / Altersabhängige Makuladegeneration       

Chronische Hypertriglyzeridämien können nach Antrag auf Kostenübernahme auch regelmäßig wöchentlich und ambulant mit der DFPP behandelt werden. Gleiches gilt für Morbus Refsum, eine erbliche Stoffwechselerkrankung.

Massive Störungen der Mikrozirkulation in den Extremitäten werden beim Hyperviskositätssyndrom durch hohe Konzentrationen von Paraproteinen und beim Morbus Waldenström durch monoklonales Immunglobulin M verursacht. In beiden Fällen ist die DFPP eine gut verträgliche und hochwirksame Therapie. Eine rasche und nachhaltige Verbesserung der Mikrozirkulation durch DFPP ist außerdem bei der Sklerodermie essentiell.

Positiven Einfluss hat die Doppelfiltration zudem auf die Wundheilung beim Diabetischen Fußsyndrom. Eine Amputation kann möglicherweise verhindert werden.

Haben Sie Fragen zur Doppelfiltration? Sprechen Sie uns an! diamed(at)diamed.de

Wir empfehlen Ihnen grundsätzlich, Rücksprache mit Ihrem behandelnden Arzt zu halten.

Weitere Informationen zu Erkrankungen, die mit der Doppelfiltration behandelt werden, finden Sie in unseren Informationen für Patienten. Zum besseren Verständnis von weiteren Fachbegriffen besuchen Sie gerne auch unser Glossar.

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