Regeneration durch Entlastung

Bei einem akuten oder chronischen Leberversagen ist die Entgiftungsfunktion der Leber gestört. Ein Leberversagen kann beispielsweise nach einer Lebertransplantation oder bei Leberzirrhose eintreten. Giftige Substanzen und Stoffwechselprodukte häufen sich im Körper an. Hierzu zählen vor allem Bilirubin, Gallensäuren und bestimmte Aminosäuren, die eine direkte zellschädigende Wirkung besitzen. Sie können die Leber selbst, aber auch weitere Organe wie das Gehirn und die Nieren dauerhaft schädigen.

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Fließschema der Leberpherese.

Bei der leberunterstützenden Therapie wird das Blut des Patienten außerhalb des Körpers von diesen schädigenden Substanzen befreit. Das Blut wird zuerst im Plasmaseparator Plasmaflo® in Plasma und Blutzellen getrennt. Das Plasma fließt anschließend durch den Adsorber Plasorba BR-350. Dieser ist mit winzigen, positiv geladenen Kügelchen aus einem speziellen Kunststoff gefüllt. Sie binden die negativ geladenen potentiellen Toxine wie ein Magnet und entfernen sie so gezielt aus dem Plasma.

Der Adsorber BR-350 entfernt Lebertoxine aufgrund seiner hohen Biokompatibilität direkt aus dem Plasma und ermöglicht dadurch eine schnelle Regeneration der Leber. Ein zusätzlicher Albuminkreislauf oder Albuminsubstitution sind nicht erforderlich. Während einer typischen Leberpherese werden zwei bis drei Plasmavolumen in drei bis vier Stunden behandelt. Danach können über die Akut-Dialyse innerhalb von 20 Stunden weitere lösliche Lebertoxine entfernt werden - mit Plasauto Sigma. Durch diese sequentielle Kombitherapie wird eine optimierte Entfernung der potentiellen Lebertoxine möglich.

Durch die effiziente Entfernung toxischer Stoffe aus dem Blut wird die geschädigte Leber entlastet und erhält Zeit für die Regeneration.

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Haben Sie Fragen zur Leberpherese? Sprechen Sie uns an: diamed(at)diamed.de

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